Der Amberbaum
Mit unserem neuen Logo machen wir sichtbar, wofür RECASAS steht.
Der Amberbaum gehört zu den ersten Bäumen, die im Herbst ihre Farbe verändern. Während andere noch grün bleiben, beginnt er bereits zu leuchten – rot, orange, violett. Nicht spektakulär, sondern eindeutig sichtbar.
Bei RECASAS entstehen Räume, in denen Menschen ihre eigene Geschichte neu erzählen können – bewusst außerhalb medizinischer Kategorien und ohne Diagnosen. Es geht nicht darum, Erfahrungen zu bewerten, sondern ihnen mehr Möglichkeiten zu geben.
Der Amberbaum trägt seinen Namen wegen des Harzes, das er bildet. Harz entsteht nicht aus Schmucklust, sondern als Schutz. Es tritt dort aus, wo der Baum unter Druck gerät. Es verschließt Wunden, stabilisiert und bewahrt Feuchtigkeit.
Was später als schön und kostbar erscheint, beginnt als eine notwendige Reaktion der Fürsorge.
Bäume stehen generell für eine besondere Beziehung zur Welt: verwurzelt im Boden, aus dem sie Kraft ziehen, und zugleich offen nach oben – für Licht, Luft und Veränderung. Sie wachsen nicht isoliert, sondern in Abhängigkeit von Umgebung und Bedingungen.
Auch RECASAS versteht sich so: lokal verankert und zugleich offen für Entwicklung.
Die sternförmigen Blätter greifen diese Haltung auf. Jedes Blatt hat eine eigene Form – und doch gehören alle zum selben Baum. Ein Bild für Gemeinschaft: Individualität ohne Vereinheitlichung, Zugehörigkeit ohne Reduktion.
Im Herbst verfärbt sich der Amberbaum früher als viele andere Bäume. Selbst nachdem die Blätter gefallen sind, bleiben ihre Farben oft noch eine Weile sichtbar.
Veränderung geschieht nicht abrupt. Übergänge bleiben wahrnehmbar.
Der Amberbaum erinnert daran, dass Entwicklung Zeit braucht. Dass Schutz und Wachstum zusammengehören. Und dass Sichtbarkeit auch im Übergang entstehen kann.
Deshalb begleitet uns der Amberbaum als Symbol.

